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Gedanken zur Tageslosung

für Sonntag, den 15.02.2026

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Losungswort
Josefs Brüder baten ihn: Nun vergib doch diese Missetat uns, den Dienern des Gottes deines Vaters!
1. Mose 50,17

Lehrtext
Seid untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.
Epheser 4,32

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Einander vergeben

In den heutigen Bibelversen finden wir einen nicht unwesentlichen Teil der Vergebung. Im Losungswort bitten Josefs Brüder ihn um Vergebung für das, was sie ihm angetan hatten. Aus Eifersucht und Neid hatten sie geplant, ihn zu töten, sich dann jedoch dazu entschieden, ihn als Sklaven nach Ägypten zu verkaufen. Ihrem Vater Jakob machten sie vor, ein wildes Tier habe Josef zerrissen.(1)

Mordgedanken, brutale Gewalt, Lügen und Vertuschung – das Gewissen der Brüder muss enorm belastet gewesen sein. Und so konnten sie auch nie so richtig dem Frieden vertrauen, als sie Josef später wieder begegneten und dieser ihnen versicherte, es ihnen nicht nachzutragen.(2) Ein Mensch mit einem schlechten Gewissen wird anderen ebenfalls eher Schlechtes als Gutes zutrauen. Josefs Brüder jedenfalls gingen davon aus, dass zwischen ihnen und Josefs Vergeltung lediglich Jakob als Vater stand. Als dieser jedoch starb, bekamen sie es mit der Angst zu tun. In ihrer Not machten sie etwas, das schon lange fällig gewesen war: Sie bekannten ihre Schuld und baten Josef um Vergebung.

Zu so etwas gehört die Einsicht, falsch gehandelt zu haben; zudem die Bereitschaft, es nicht länger zu verdrängen, sowie das Wagnis, um Vergebung zu bitten, selbst wenn sie verweigert werden könnte. Vergebung kann man nämlich nicht fordern. Man kann sie jedoch geben, wenn man darum gebeten wird. Darauf bezieht sich der Apostel Paulus im Lehrtext, wenn er sagt: „Seid untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.“

Was ist damit gemeint, dass Gott uns „in Christus“ vergeben hat? Ich denke, es bezieht sich darauf, dass Jesus am Kreuz unsere Schuld auf sich nahm und so den Weg zu Gott für uns frei machte. Die Vergebung, die wir empfangen, kommt durch das Kreuz – und ebenso die Vergebung, die wir geben können. Wollen wir sie weiterreichen?

Einen gesegneten Sonntag wünscht
Angela Mumssen

(1) 1.Mose 37,18-33 (2) 1.Mose 45,4-5

Gebet:
Herr Jesus Christus, danke, dass du den Weg zum Vater auch für mich frei gemacht hast. Danke für die Vergebung, die ich durch dich empfangen darf. Hilf mir, anderen auch so zu vergeben, wie du mir vergibst. Danke, dass ich das nicht aus mir heraus tun muss, weil du mich darin nicht alleine lässt. Amen.


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