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Losungswort Wende dich zu mir und sei mir gnädig; stärke deinen Knecht mit deiner Kraft! Psalm 86,16 Lehrtext Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er‘s euch geben. Johannes 16,23
Die Sache mit der Gebetserhörung
Das heutige Losungswort ist ein Hilferuf Davids. Er hoffte, Gott möge ihm gnädig sein und sein Gebet erhören. In dieser Haltung bitten gewöhnlich auch viele von uns Gott um etwas und hoffen dabei auf seine Gnade. Um so erstaunlicher klingt der Lehrtext: Hier wird uns von Jesus Christus die Erhörung unserer Gebete garantiert. Wir brauchen demzufolge nicht mehr auf die Gnade hoffen, sondern können fest mit ihr rechnen. Alles, was wir tun müssen, ist, Gott den Vater im Namen Jesu Christi um etwas zu bitten. Die Frage ist nur: Stimmt das mit unserer Lebensrealität überein? Ich kenne viele Berichte von Gebetserhörungen, habe auch selbst viele erlebt. Trotzdem kenne ich eigentlich niemanden – mich selbst eingeschlossen –, der nicht schon einmal etwas erbeten hat, das nicht eintraf. Wo also ist der Fehler? Die einen meinen, es läge am mangelnden Glauben, denn Jesus sagte: „Um was ihr auch bittet - glaubt fest, dass ihr es schon bekommen habt, und Gott wird es euch geben!“(1) Andere vermuten, dass die Bitte nicht dem Willen Gottes entsprach. Wieder andere fangen an, Gottes Existenz zu bezweifeln oder zumindest den Wahrheitsgehalt der Worte Jesu. Im Grunde stellt sich die Frage: Worauf verlassen wir uns? Auf unsere Erfahrungen? Auf die Erfahrungen anderer – oder darauf, was sie sagen? Auf unsere Logik oder unser Gefühl? Oder auf den Zuspruch Jesu: „Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er‘s euch geben.“ Das ist letztendlich eine Entscheidung, die sich an unserem Glauben orientiert. Heute spricht man häufig von Fakten und Faktenchecks. Nun, Fakt mag sein, dass mein Gebet nicht erhört wurde. Doch wie interpretiere ich diesen Zustand? Zweifle ich an dem Zuspruch Jesu? Nein, das tue ich nicht. Ich verstehe es nur einfach nicht. Das kann morgen schon ganz anders sein. In diesem Sinne möchte ich uns ermutigen, an Jesu Worten festzuhalten.
Einen gesegneten Tag wünscht Pastor Hans-Peter Mumssen (1) Mark. 11,24 [Hoffnung für alle] Als Inspiration zum Gebet heute eine freie Übersetzung des Spirituals „By and by“: Oft werden wir auf dem unruhigen Meer der Zeit hin und her geworfen. Nach strahlendem Sonnenschein folgen häufig Dunkelheit und Stürme. Doch eines Tages, wenn der Nebel sich verzogen hat, werden wir nach und nach alles besser verstehen. Nach und nach, wenn der Morgen näherkommt und alle Heiligen Gottes heimkehren, dann werden wir erzählen, wie wir durchgekommen sind. Wir werden nach und nach alles besser verstehen. Autor: Charles Albert Tindley
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